Määäh.

Es ist zwar nun schon ein paar Tage her, doch ich möchte euch trotzdem meinen kleinen Spaziergang vom Wochenende nicht vorenthalten.
Da am Sonntag meine Familie noch recht kaputt vom Feiern war, ging ich allein los zum Cornwall Park – gelegen am Fuße eines weiteren Vulkanberges, One Tree Hill. Vanita erzählte mir, dass dieser riesengroß wäre und mir bestimmt gefallen würde. Und das tat er auch!

Da die Wettervorhersage schönsten Sonnenschein meldete, cremte ich mich ein, schnappte mir meine Kamera und ließ die Jacke gleich daheim. Ich lief die Straße hinauf und genoss die warmen Sonnenstrahlen. Als ich ankam erstreckten sich vor mir große Grasflächen und Wälder mit Kühen, Schafen, Hühnern, Tauben usw.
Während ich ein Foto nach dem anderen knipste, merkte ich, wie sich langsam der Himmel bedeckte und mich nun aller paar Minuten mit Schauern überraschte. Da ich unbedingt auf den Berg wollte, lief ich schnell von Baum zu Baum, aber der Regen wurde immer stärker und es fing an mit stürmen. An der Baumgrenze des Berges angekommen, hockte ich mich zwischen die großen Wurzeln, mit der Hoffnung, dass es doch gleich vorüber sein müsste. Nachdem ich schließlich auch meinen Keksvorrat fast aufgebraucht hatte, fiel mir ein, dass in meiner Tasche noch irgendwo ein Schirm stecken musste. Damit kämpfte ich mich nun weiter Richtung Gipfel.
Oben angekommen, sah man einfach… NICHTS! Es stürmte und regnete so sehr, dass ich mich erneut hinter dem Obelisk versteckte. Und es wurde immer schlimmer… Ich schoss schnell ein paar Selbstbildnisse von mir und der stürmischen Aussicht, bevor ich den Berg wieder herunterrannte. Und wie sollte es anders sein? Unten angekommen, kam die Sonne raus und alle Wolken verschwanden plötzlich. Toll!

Da ich für den restlichen Tag nichts weiter geplant hatte, beschloss ich nicht aufzugeben und nochmal den Antritt auf den Berg zu wagen. Und es hat sich gelohnt!
Um wirklich sicherzugehen, dass die letzten Wolkenfetzen auch verschwinden, wählte ich eine längere Route um den Berg herum, bzw. querfeldein hinauf. Ich jagte Schafe über die Hänge (sie wollten sich einfach nicht streicheln lassen!), entdeckte ein Kaninchenbau (süüüß!!) und auch der erste Cache war schnell gefunden (sorry Lydi! ;-) ).

Nachdem ich nun einige Stunden unterwegs war und Vanita mir auch schon geschrieben hat, ob es mir denn gut geht, machte ich mich wieder auf nach Hause. Sie kochte für uns wieder lecker Curry, bevor wir dann anschließend zusammen mit Anand noch in die Kirche gingen…

Fazit des Tages: Traue nie dem Wetter!

2 Gedanken zu „Määäh.

  1. Grit u. Holger

    Wir lesen immer gern dein Tagebuch. Es ist sehr interessant und wir müssen immer darüber schmunzeln . Wir hätten Dich gern als hobbitmädel mit zerzausten Haaren zwischen den Wurzel gesehen. LG

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  2. Berni

    Ein sogenanntes “Selbstbildnis” heißt jetzt offiziell “Selfie” :D
    Ist gerade erst zum englischen Wort des Jahres gewählt worden ;)
    Cooles Abenteuer…weiter so!

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