Museumstage.

Da das Wetter an meinen letzten Tagen in Auckland nicht das Beste war, entschied ich mich, noch die eine oder andere Ausstellung zu besuchen. Ich lief schon öfters an dem großen Gebäude der Art Gallery vorbei und da der Eintritt kostenlos war, so musste ich mir diese einfach anschauen. Und, ich war echt positiv überrascht! Wie ich im Nachhinein mitbekommen habe, ist dies die größte Kunstausstellung Neuseelands mit über 15.000 Werken. Ich habe auch wirklich nichts vermisst: Von historische, moderne und zeitgenössische Kunst aus dem Jahre 1376 bis heute, konnte man alles finden. Dabei handelte es sich um Werke aus Neuseeland und den Pazifischen Inseln, auch viel Maori, als auch um internationale Malereien, Skulpturen, Drucksammlungen und Installationen. Man glaubt es nicht, aber es war echt so interessant, dass ich fast rausgeworfen wurde, als das Museum geschlossen wurde! :D

Da es am nächsten Tag (Sonntag) immer noch etwas bewölkt war, erklomm ich den Berg zum Domain Park, um mir das riesige Auckland Museum anzusehen. Oben angekommen, stellte ich jedoch fest, dass ich doch etwas spät dran war und mir der Eintritt für die kurze Zeit doch etwas zu teuer ist. So kam es, dass ich im danebenliegenden Wintergarten landete…
Hiermit beste Grüße an meine Pflanzen- und Kakteenliebhaber zuhause: euch hätte man da echt nicht so schnell wieder rausbekommen! Hab für euch extra mal das ein oder andere Pflanzenbild mehr geschossen: :P

Am nächsten Morgen ging ich zu meiner Organisation und sie meinten, dass Bewohner von Auckland freien Eintritt zum Museum haben. Da ich dort sowieso nochmals hinwollte, holte ich Yui ab und erklomm abermals den Berg zum Museum. Ich zeigte einen Brief mit meiner neuseeländischen Adresse vor und kam wirklich kostenlos hinein!

Im Auckland War Memorial Museum kann man alles erkunden, was man zur Geschichte Neuseelands, der Kultur der Maori und allen anderen Kulturen des pazifischen Raumes wissen muss und noch viel mehr. Mir war es auch ehrlich gesagt etwas zu viel. Ich denke, es wäre schlauer gewesen, wenn man sich die einzelnen Etagen auf mehrere Tage verteilt und nicht wie wir alles in einem Ritt anschaut…naja… zuspät.

Mittlerweile bin ich in Kerikeri angekommen und warte, dass ich meinen ersten Job bekomme. Doch dazu gibt es mehr in meinem nächsten Eintrag! Sorry, ich häng grad mal wieder etwas hinterher…

Ja und zum Schluss gibt es heut mal kein Fazit, sondern noch die Besten Wünsche und alles Gute im Neuen Jahr! Ich hoffe, ihr seid gut hineingerutscht und habt schön gefeiert!!!

 

Paradiesinsel.

Wie in meinem letzten Eintrag schon angekündigt, war ich über Weihnachten mit ein paar Freunden auf Great Barrier Island. Mit der Fähre fuhren wir zu der 88 Kilometer nordöstlich von Auckland entfernten Insel. Da wir für die zwei Nächte doch so einiges an Gepäck mithatten, bekamen wir sogar unsere eigene Frachtkiste. Wir mussten ja aufpassen, dass wir in den drei Tagen nicht verhungern und vor allem auch nicht verdursten! ;)

Endlich das ganze Gepäck aufgesattelt, machten wir uns auf den Weg Richtung Hostel. Zum Glück gab es nur eine Straße, sodass wir uns, total abgeschnitten von der Außenwelt, auch problemlos zurechtfanden. Nach mehreren Halbzusammenbrechen und etlichen Pausen, hatten wir es endlich geschafft und fanden mitten im Wald unser gemütliches Hostel. Um den Tag nicht zu vergeuden, stärkten wir uns und machten uns wieder auf den Weg.

Um am nächsten Tag die Insel mit Fahrrädern erkunden zu können, wollten wir uns in der nächsten Ortschaft nach einem Verleih erkundigen und natürlich auch den nächsten Strand entdecken. Doch so planlos wie wir sechs Mädels zusammen waren, so war es nicht verwunderlich, dass wir nach einiger Zeit uns fragten, ob wir wirklich auf dem richtigen Weg sind. Eigentlich musste es ja stimmen, denn es gab ja nur eine Straße!
Als wir schließlich auf einem Berg gelangten und unsere Handys mit Neuigkeiten überhäuften, zuckten wir unsere GoogleMaps-Karten und mussten feststellen, dass wir zwar auf der richtigen Straße waren, aber in die falsche Richtung gelaufen sind… großartig!

Uns fiel eine Bucht mit türkisen Wasser und weißem Strand ins Auge und sofort hatten wir alle den gleichen Gedanken: „Da müssen wir hin!“ Am Straßenrand stand ein Schild: „To Dolphin Bay – 3 hours“. Soo weit kann das schon nicht sein! Und da wir eh alle nicht zurücklaufen wollten, folgten wir nun den Trampelpfad in den Wald hinein. Wir liefen auf und ab, doch die Bucht kam einfach nicht näher. Nachdem wir schon aufgegeben hatten und den Rückweg antraten, erspähte ich ein kleines Holzschild mit der Aufschrift „Hostel“. Hoffnungsvoll, dass damit unser Hostel gemeint ist, nahmen wir den Pfad bergab und kamen wirklich direkt hinter unserer Unterkunft raus.

Nach einer kurzen Pause nahmen wir nun den Weg in die andere Richtung und erreichten doch noch die nächste Ortschaft. An einem Kiosk trafen wir einen Mann, welcher uns glücklicherweise mit den Fahrrädern weiterhelfen konnte. Wir telefonierten mit einem Verleiher, welcher sich gleich auf den Weg über die halbe Insel machte und uns die Fahrräder zwei Stunden später direkt zum Strand brachte! :)

Am nächsten Morgen wurden wir von unserer Hostel-Mutti geweckt, welche für alle einen Mini-Kokoskuchen gebacken hatte. Da es ununterbrochen schüttete, blieben wir noch eine Weile im Hostel, genossen unser Weihnachtsfrühstück und machten uns anschließend mit den Rädern auf den Weg. Wir kamen an den wundervollen großen weißen Stränden vorbei und auch nach stundenlangem Berghochfahren erreichten wir irgendwann die Hot Water Springs. Da wir so fertig von der Fahrt waren, blieben wir gleich beim ersten sitzen und kamen mit einer Familie ins Gespräch, welche so gut war und uns ein Stück Richtung Hostel mitnehmen konnte.
Also ließen wir unsere Fahrräder am Straßenrand liegen und kletterten auf die Ladefläche. Was für eine grandiose Heimfahrt! :D

Ganz ausgehungert im Hostel angekommen, kochten wir gleich gemeinsam unser Christmas-Dinner und genossen den eher ruhigen Abend, bevor wir am nächsten Tag wieder alles zusammenpackten und den Heimweg antraten.

Fazit der Feiertage: Es war wunderschön, aber ohne Familie, Weihnachtsbaum, Kerzen, Lieder und Geschenken kann einfach null Weihnachtsstimmung aufkommen! Da freu ich mich nun doch, das nächste hoffentlich wieder in der schönen Heimat verbringen zu können. ;-)

Hobbiton.

Wie die meisten wissen, ist Neuseeland auch als Heimat von Mittelerde bekannt. Über 250 Orte im ganzen Land wurden für die Dreharbeiten von Herr der Ringe und Der Hobbit genutzt. Und so war es fast ein Muss für mich, mir am Donnerstag noch den neuen Hobbitfilm in Aucklands größtem Kino anzusehen. Alles verstanden habe ich leider nicht, aber es war dennoch ein schöner Vorgeschmack für meine geplante Tour am Samstag.

Gemeinsam mit meiner Schulfreundin Yui aus Japan hatten wir eine The Lord Of The Rings-Tour nach Hobbiton und Hamilton über unsere Schule gebucht. Also stellte ich meinen Wecker auf kurz nach halb 5, um noch den letzten Kram einzupacken, mich von meiner Homestay-Mutti zu verabschieden und den ersten Bus zur Stadt zu nehmen. Es hat alles ganz gut geklappt, bis ich an der Haltestelle stand und mir einfiel, dass doch Samstag ist und da die Buse anders fahren! Ahhh… ich schaute an den Fahrplan und natürlich kam keiner zu dieser Zeit! Also rannte ich schnell zur nächsten Haltestelle mit einer anderen Busroute. Da kam der Bus eine halbe Stunde zuvor… großartig! Beim Zurückrennen zum Haus meiner Gastfamilie, rief ich panisch Vanita an und erzählte ihr, was passiert ist. Keuchend mit meinem ganzen Gepäck wieder bei meiner Homestay-Mutti angekommen, rufen wir gemeinsam ein Taxi, welches auch schnell da war und mich nun heil zu Yui in die Stadt brachte…

Mit dem Bus und sieben weiteren Leuten aus verschiedenen Sprachschulen Aucklands fuhren wir zum ersten Ziel, dem Hobbiton Movie Set Information Centre in Matamata. Dort leben kaum Menschen, dafür umso mehr Schafe und Rinder, das ideale Gebiet für Hobbiton. Von dort aus dauerte es nochmal eine viertel Stunde, bis wir endlich die kleine private Schaffarm erreichten, worauf man nur Zutritt im Rahmen einer Führung hat. Ein Bus brachte uns übers Auenland direkt zum Hobbitdorf. In 1,5 Stunden führte uns eine Führerin von einem Hobbithäuschen zum nächsten. Ich hatte extra mein Stativ mitgenommen, um einen eigenen kleinen Film zu drehen und schöne Fotos zu knipsen, aber dafür war leider keine Zeit. Bevor wir zurückmussten, gab es noch ein abschließendes Freibier im Green Dragon. Doch ich hatte meins gerade bekommen, dann mussten wir schon wieder fahren. Echt schade und irgendwie ärgerlich, da es mehr ein Gehetze war und man das Leben im Hobbitdorf gar nicht genießen konnte.

Wieder bei unserem Bus angekommen, fuhren wir zur nächsten Station nach Cambridge, wo wir eine Stunde Zeit zum Mittagessen hatten. Abschließend fuhren wir nach Hamilton, um uns den großen botanischen Garten anzuschauen. Leider hatten wir dort auch viel zu wenig Zeit, sodass wir nur einen Bruchteil sehen konnten. War aber dennoch sehr schön!

Nach dem anstrengenden, aber doch wunderschönen Tag, ging es nun heim. Nachdem ich mein Gepäck bei Yui abgeholt habe, machte ich mich auf die Suche nach meinem neuen Hostel, in dem ich nun für die Nächte bis Weihnachten mit zwei Französinnen und einer Engländerin lebe. ;)

 
Da ich ja morgen mit ein paar Freunden über Weihnachten auf eine Insel fahre und vielleicht kein Empfang habe, wünsche ich euch hiermit schonmal ein wunderwundervolles Weihnachtsfest! Ich hoffe, ihr genießt die Zeit mit euren Liebsten, bekommt gaaaanz viele Geschenke und habt wunderschöne Feiertage!!
Ich denk an euch :*

Schulabschluss.

Am Freitag war es schon soweit – der letzte Schultag! Es ist unglaublich, wie schnell die zwei Wochen schon wieder um waren… Doch bevor ich darüber berichte, schreib ich erst einmal wie alles anfing:

Damit die kleine Bina an ihrem ersten Schultag ja heil zum Unterricht kommt, hat mich mein Homestay-Bruder Anand zur Schule gefahren und bis in den 8. Stock vor die Klassenzimmertür gebracht. So lieb von ihm!! Ich hatte echt die beste Gastfamilie, die man sich vorstellen kann!

Zum Einschätzen meiner Sprachkenntnisse musste ich ein paar Multiple Choice-Fragen beantworten, einen kleinen Text schreiben und ein kurzes Gespräch mit der Lehrerin führen. Keine Ahnung, wie wir darauf kamen, aber immerhin möchte Sie jetzt auch einmal Geocachen gehen. :D

Ich wurde den Klassen 4B bzw. Con C/D zugeteilt und hatte nun jeden Tag zwei Vormittagsstunden mit dem Schwerpunkt Grammatik und Vokabeln, eine Nachmittagsstunde mit dem Fokus auf Lesen, Schreiben und Hören und abschließend noch eine Stunde mit Sprechen und Gesprächen. Ich glaub, ich hatte die besten Lehrer der Schule, die man bekommen konnte! Es hat so viel Spaß mit Ihnen gemacht und man glaubt es nicht, aber ich fand es echt traurig, jetzt schon wieder gehen zu müssen. Wäre noch gerne ein paar Wochen geblieben…

Da nun bald Weihnachten ist, wurde der Freitag etwas anders als sonst gestaltet. Nachdem wir zusammen mit einem anderen Kurs einen Film geschaut haben, bekam ich von meinem Vormittagslehrer das Zertifikat überreicht bevor anschließend im großen Aufenthaltsraum die wöchentliche Graduierungsfeier stattfand. Dort versammeln sich jeden Freitag alle Kurse, um die Abgänger mit einem lauten „Good bye and good luck!!!“ zu verabschieden.


Nach der Mittagspause wurden alle in Gruppen aufgeteilt und raus in die Stadt geschickt, um mit Hilfe der Bewohner von Auckland verschiedene Fragen zu beantworten und Fotos zu machen. Das war ein Spaß! Und wer hat natürlich wieder gewonnen?! Hihi… Als Preis gab es dann für uns viel Schokolade und einen neuseeländischen Kugelschreiber. Echt lieb!!

Nachdem ich nach der Schule noch mit ein paar Freunden zum Shoppen in der Stadt unterwegs war, ging es dann heim, wo meine Homestay-Mutti schon wieder total lecker gekocht hatte. Leider hatte Sie noch etwas vor und meine Geschwister schon gegessen, sodass ich diesmal allein essen musste und mich danach ans packen machte… Was für wundervolle zwei Wochen! Ich vermisse die Familie und Schule jetzt schon!! :(

PS: Das Video vom Maori-Chor vom letzten Beitrag ist online bzw. da: http://youtu.be/1G-6dhGa1Cc ;)

Christmastime

Irgendwie ist es schon komisch, wenn ich auf den Kalender schaue und sehe, dass in ein paar Tagen Weihnachten sein soll. Unvorstellbar! Auch wenn man jeden Tag auf der Straße mehreren Santas begegnet, überall schrecklich schöne Plastikweihnachtsbäume aufgestellt sind und Weihnachtslieder durch die Straßen schallen, möchte bei mir dennoch irgendwie keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen. Dazu ist es wahrscheinlich doch einfach zu warm hier!

Letzte Woche war bei meiner Gastfamilie großes Weihnachtsschmücken angesagt. Wir steckten den Weihnachtsbaum zusammen, schmückten ihn mit allem, was wir in der Kiste finden konnten und hingen Lichterketten im ganzen Zimmer auf. Das Highlight war der Kamin, welchen ich komplett mit einer klingenden, blinkenden Lichterkette umwickelte, sowie ein leuchtender Engel, den wir im Fenster platzierten. Dazu liefen die berühmten Christmassongs und wir testeten den kleinen Räuchermann, welchen ich meiner Familie von Zuhause mitgebracht hatte. Sie waren begeistert! Durch Vorhängen und der Dämmerung abgeschottet von der Außenwelt, kamen so nun doch noch ein paar Weihnachtsgefühle auf.

Am Samstag wollt ich mit ein paar Freundinnen von der Englisch-Schule an den Takapuna Beach fahren. Also cremte ich mich wieder ordentlich ein, schnappte mir meine Kamera und die Badesachen und nahm den nächsten Bus in die Stadt. Gemeinsam fuhren wir zum Strand und er war einfach wieder wunderschön! Obwohl mir das Wasser anfangs etwas kühl erschien, so wurde es zur Mittagszeit dann so warm, dass ich gar nicht mehr hinauswollte!

Nachdem wir noch gemeinsam eine große Pizza verschlungen haben, ging es schließlich wieder heim, da wir abends noch zu Coca-Cola Christmas In The Parc wollten, das größte Weihnachtsfestival in Neuseeland.
Zuhause angekommen stellte ich fest, dass meine Füße mit roten Flecken und auch mein Bauch mit zwei roten Querstreifen schön verziert sind. Hübsch! :/

Nichtsdestotrotz machte ich mich wieder auf zum nächsten Highlight des Tages. Vanita sagte mir bereits, dass dort immer echt viel los sei und sie hatte recht! Der komplette Domain-Park war voll mit tausenden Menschen, welche alle Neuseelands Top Sänger, Tänzer, Musiker, Chöre und Bands sehen wollten. Es war fantastisch! Abgeschlossen wurde das ganze mit einem riesigen Feuerwerk, was ich so noch nie gesehen habe. Einfach wundervoll!

Nach diesem grandiosen Samstag war jedoch noch nicht Schluss und so war ich am Sonntag mit meiner Familie bei der nächsten großen Veranstaltung – GLOW Carols by Glowstick, eine riesige Weihnachtsveranstaltung von St Paul’s in der Vector Arena. Neben einigen Lesungen und einem Film über die Weihnachtsgeschichte, standen vorrangig die Weihnachtslieder im Mittelpunkt, welche von einem Chor und einer Band performt wurden. Mein persönliches Highlight war der Auftritt des Maori-Chores mit “Hareruia” (Hallelujah). Überwältigend, wie schnell Sie mir eine Gänsehaut verpasst haben!! Schade, dass es auf dem hochgeladenen Video nicht ganz so großartig rüberkommt…

So, abschließend muss ich noch uuunbedingt ein megafettes Dankeschön an meine Kalendertürchen-Überbringer und meine Stammtischler sagen. Ihr seid die Besten!! Ich freue mich jeden Tag aufs Neuste, die kleinen Schächtelchen und Mails zu öffnen und hoffe ihr seid mir nicht böse, wenn ich es noch nicht geschafft habe allen zu antworten… Danke!!

Fazit vom Wochenende: Auch wenn du nur zwei Minuten in der Sonne bist, vergiss vorher auf keinen Fall jedes kleinste Hautfleckchen einzucremen! Das Ozonloch findet alle!

Määäh.

Es ist zwar nun schon ein paar Tage her, doch ich möchte euch trotzdem meinen kleinen Spaziergang vom Wochenende nicht vorenthalten.
Da am Sonntag meine Familie noch recht kaputt vom Feiern war, ging ich allein los zum Cornwall Park – gelegen am Fuße eines weiteren Vulkanberges, One Tree Hill. Vanita erzählte mir, dass dieser riesengroß wäre und mir bestimmt gefallen würde. Und das tat er auch!

Da die Wettervorhersage schönsten Sonnenschein meldete, cremte ich mich ein, schnappte mir meine Kamera und ließ die Jacke gleich daheim. Ich lief die Straße hinauf und genoss die warmen Sonnenstrahlen. Als ich ankam erstreckten sich vor mir große Grasflächen und Wälder mit Kühen, Schafen, Hühnern, Tauben usw.
Während ich ein Foto nach dem anderen knipste, merkte ich, wie sich langsam der Himmel bedeckte und mich nun aller paar Minuten mit Schauern überraschte. Da ich unbedingt auf den Berg wollte, lief ich schnell von Baum zu Baum, aber der Regen wurde immer stärker und es fing an mit stürmen. An der Baumgrenze des Berges angekommen, hockte ich mich zwischen die großen Wurzeln, mit der Hoffnung, dass es doch gleich vorüber sein müsste. Nachdem ich schließlich auch meinen Keksvorrat fast aufgebraucht hatte, fiel mir ein, dass in meiner Tasche noch irgendwo ein Schirm stecken musste. Damit kämpfte ich mich nun weiter Richtung Gipfel.
Oben angekommen, sah man einfach… NICHTS! Es stürmte und regnete so sehr, dass ich mich erneut hinter dem Obelisk versteckte. Und es wurde immer schlimmer… Ich schoss schnell ein paar Selbstbildnisse von mir und der stürmischen Aussicht, bevor ich den Berg wieder herunterrannte. Und wie sollte es anders sein? Unten angekommen, kam die Sonne raus und alle Wolken verschwanden plötzlich. Toll!

Da ich für den restlichen Tag nichts weiter geplant hatte, beschloss ich nicht aufzugeben und nochmal den Antritt auf den Berg zu wagen. Und es hat sich gelohnt!
Um wirklich sicherzugehen, dass die letzten Wolkenfetzen auch verschwinden, wählte ich eine längere Route um den Berg herum, bzw. querfeldein hinauf. Ich jagte Schafe über die Hänge (sie wollten sich einfach nicht streicheln lassen!), entdeckte ein Kaninchenbau (süüüß!!) und auch der erste Cache war schnell gefunden (sorry Lydi! ;-) ).

Nachdem ich nun einige Stunden unterwegs war und Vanita mir auch schon geschrieben hat, ob es mir denn gut geht, machte ich mich wieder auf nach Hause. Sie kochte für uns wieder lecker Curry, bevor wir dann anschließend zusammen mit Anand noch in die Kirche gingen…

Fazit des Tages: Traue nie dem Wetter!

Endlich.

Nachdem ich nun vor drei Tagen meinen letzten Blogeintrag fertig geschrieben hatte, kam sofort die Sonne raus und ich machte mich auf, um die Stadt zu erkunden. Ich wollte unbedingt das Wasser sehen und lief die Queen Street runter Richtung Hafen. Ich setzte mich ans Ufer und es war einfach nur unbeschreiblich! Ich weiß nicht, wie lange ich da saß und einfach die Schiffe beobachtet und einige Fotos gemacht habe. Genau deswegen bin ich hier! Keine tickende Uhr, keine drängelnden Projekte,… Es interessierte einfach niemanden, wie lange ich noch dort sitzen wollte. Der Pazifikwind wehte in mein Gesicht und das einzige, was ich dachte, war: „Wie soll ich heut Abend bitte nur meine Haare entfitzen?!“

Am nächsten Morgen war die Orientierungsveranstaltung meiner Partnerorganisation und wieder waren 90% aller Teilnehmer Deutsche. Jedoch kannten die meisten sich schon durch den Flug und der Organisation, sodass ich mich wieder etwas komisch fühlte ganz allein gekommen zu sein.

Nachdem die dreistündige Powerpoint-Präsentation vorbei war, schloss ich mich an eine Gruppe aus ca. 5 Mädels an, um noch ein paar Besorgungen zu machen. So hab ich nun endlich auch eine Neuseeländische Handynummer. Also wer sie haben möchte, sagt einfach Bescheid! ;-)

Nachdem wir noch zusammen das typische Backpacker-Essen Spaghetti mit etwas Tomatensoße gekauft haben, wollten alle in ihr Hostel und sich ausruhen. Das kann ich auch daheim! Also beschlossen Vanessa und ich, dass wir doch lieber noch etwas die Stadt erkunden wollen. Wir holten unsere Kameras aus dem Hostel und machten uns auf zum Mount Eden, ein kleiner Berg in Auckland von dem man eine wundervolle Aussicht über die ganze Stadt haben sollte.
Nach über eine Stunde Fußmarsch durch Gassen und Parks, haben wir es schließlich doch geschafft und es war einfach überwältigend! Der grüne Hügel, sah endlich so aus, wie wir uns Neuseeland vorgestellt haben und auch die Aussicht war einfach der Wahnsinn! Wir schossen Unmengen an Fotos und genossen die geniale Aussicht bis die Sonne langsam unterging und den Himmel und die Stadt in ein wunderschönes Rot färbte. Neben uns hockte allein ein Typ, welcher sich plötzlich zu uns drehte: „Ach ihr seid auch aus Deutschland!“. Er erzählte uns, dass er nun schon seit über sieben Monaten hier in Neuseeland lebt und nun von einem Bekannten zum nächsten reist. Nachdem er von mir hörte, dass ich Mediendesign studiert habe, erzählte er mir, dass er in Deutschland auch eine Ausbildung zum Mediengestalter gemacht hat und bisher seinen ganzen Aufenthalt hier als Freelancer finanziert hat. Er meinte, dass man hier länger braucht, sich einen coolen Namen auszudenken, als den Papierkram zu erledigen. Die Neuseeländer scheinen da wirklich entspannt zu sein. ;-)

Nach meiner letzten Nacht im Hostel, war es nun an der Zeit auszuchecken und mich drum zu kümmern, wie ich nun meine neuseeländische Familie finde. Da ich mein Englisch doch noch nicht so dolle finde, bereitete ich einen kleinen Zettel vor, was ich am Telefon sagen und fragen könnte und suchte die Busroute raus. Das Telefonieren mit der Mutti war dann doch total entspannt und sie meinte, dass ich doch lieber schnell kommen soll, da sie auf eine Party gehen und mich mitnehmen wollen. Also packte ich meinen Kram und hockte mich in den Bus. Leider fuhr er doch anders als ich es mir vorgestellt hatte. Ich fragte den Busfahrer, ob ich richtig wäre und er mir vllt sagen könnte, wann ich aussteigen soll. Die zwei Männer gegenüber von mir merkten anscheinend, dass ich nicht wirklich wusste, wo ich hinmuss. Sie schauten mit auf meine Karte und erklärten wo wir hinfuhren und wann ich nun aussteigen musste. Unfassbar, wie nett die Leute hier alle sind!!

Bei dem Haus meiner Familie angekommen, wurde ich sofort von meinen neuen Bruder Anand und der Mutter Vanita empfangen. Es war alles total hektisch und so stressig. Kareshma, meine neue Schwester, und ihr Freund hatten nicht einmal Zeit mir Hallo zu sagen und waren dann auch bald verschwunden. Vanita erzählte mir, dass wir uns beeilen müssen, da die Party bald anfing und ich doch schauen soll, ob ich was Schickes zum Anziehen dabeihabe. Hatte ich aber nicht! Also ging Vanita in ihr Zimmer und holte mehrere Kleider und Schmuck. Nun konnte es losgehen.

Wir fuhren mit Anand in die Stadt und dort angekommen, begriff ich nun auch endlich, was es für eine Party war – die Verlobungsfeier von Kareshma! Es war die komplette Familie da und ich wurde allen vorgestellt. Ich glaub, ich habe noch nie so viel Englisch mit so vielen Leuten gesprochen! Immer wieder kam jemand auf mich zu, ob ich der neue Homestay von Vanita wäre, wo ich herkomme, wie lange ich bleibe und was meine Pläne wären. Man glaubt es nicht, aber ich erzählte und erzählte, und das alles auf Englisch! Nachdem ich auch meinte, dass ich ab Montag in eine Schule gehe, um mein Englisch zu verbessern, sagte jeder, dass ich das doch gar nicht bräuchte und es voll gut wäre! Da war ich jedes Mal baff. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet! :D

Wieder Zuhause machte Vanita für uns Essen und wir hockten uns zusammen aufs Sofa und schauten Monster House. Später kamen dann auch Kareshma und ihr Verlobter heim und nun war großes Geschenke-Auspacken angesagt. Das war nochmal richtig lustig!

Irgendwann schliefen wir alle fast auf dem Sofa ein, sodass ich mich verabschiedete und ins Bett verschwand. Was für ein Tag!

 

(Sry, der Text ist schon ein paar Tage alt. Die restlichen Bilder und weiteren Einträge folgen bald! Meine Familie ist leider immernoch dabei den WLAN-Schlüssel zu suchen… -.- )

Ankunft.

Da bin ich nun. Nach 29 Stunden Flug bin ich gestern Nachmittag gut in Auckland gelandet.

Im Flugzeug hatte ich bereits schon einen Schein ausgefüllt, wo ich alles ankreuzen musste, was ich in meinem Gepäck mitführe und wo ich mich in letzter Zeit aufgehalten habe. Zum Beispiel, ob meine Wanderschuhe auch ja schlammfrei sind und wo ich sie schon benutzt habe.
Nachdem ich diesen Schein an der ersten Kontrolle vorgelegt habe, bekam ich auch endlich meinen ersten Stempel in den Reisepass! :)

Am Gepäckband kam ich direkt mit zwei Mädels ins Gespräch, welche verzweifelt ihre Rucksäcke vermissten. Nach langem Suchen und Nachfragen haben wir dann doch festgestellt, dass sie am falschen Band standen.
Als wir unser Gepäck schließlich zusammen hatten, mussten wir durch weitere Kontrollen, indem nun nochmals geschaut wurde, ob ich wirklich kein Schlamm, Holz, Nahrungsmittel oder andere gefährliche Waren dabeihabe. Es ist echt gut, dass sie hier so streng sind, aber das war dann doch etwas übertrieben und auch der niedliche Spürhund konnte nichts in unserem Gepäck finden.
Endlich alles geschafft, machten wir uns mit dem Air-Bus auf richtung Hostel.

Da meine Organisation alles perfekt geregelt hatte, dauerte das Einchecken nicht lang und ich konnte endlich auf mein Hostelzimmer.
Ich stieg in einen der drei Aufzüge und fuhr in den obersten Stock. Mit mir stieg ein Typ aus, welcher sofort zielgerichtet zu seinem Zimmer ging. Ich folgte der Ausschilderung bis ich plötzlich neben ihm an der Tür stand. “Hello.” Das ist also mein erster Mitbewohner.
Im Zimmer angekommen, saßen noch zwei weitere Jungs, welche mit ihm plötzlich anfingen deutsch zu sprechen. Schön, da bin ich anscheinend in einem reinen Germany-Zimmer gelandet… :D
Blick aus dem Hostelzimmer

Im Vergleich zu allen anderen Neuankömmlingen, die ich bisher kennengelernt habe, fühle ich mich doch extrem fit und spüre nichts von dem hier nur zu gut bekannten Jetlag. Da war der ganze Bachelorstress wohl doch noch für etwas gut…

Meine Partnerorganisation befindet sich direkt gegenüber vom Hostel und ist echt spitze! Neben freiem WLAN findet man hier tausende Prospekte, Karten, Job-Anzeigen und auch total nette Mitarbeiter. Morgen früh um 10 ist nochmals eine Einführung, Bankkonto-Eröffnung, usw., aber ich denke, ich werde in meiner Zeit in Auckland hier doch noch öfters vorbeischauen. ;)

Es geht los!

Man glaubt es kaum, aber dies ist der erste Eintrag in meinem Blog!
Es hat zwar  etwas gedauert und funktioniert noch nicht alles so, wie ich es mir vorgestellt habe… aber egal, immerhin ein Blog! ;)
Sobald ich Internet habe, werde ich mich hier ab und zu melden und den ein oder anderen Eintrag über meine Erlebnisse in Neuseeland verfassen.

Ihr werdet mir fehlen!